Natascha Friedrich: Ein Klick - Endlich 17 Kilo leichter

Meine Kilos habe ich mir mit meinem Freund zusammen über mehrere Jahre angefuttert. Es ging schleichend, hier mal ein Kilo mehr, da mal ein Kilo mehr und über die ganze Zeit verteilt, fiel es gar nicht so auf. Mein Freund konnte unheimlich gut kochen, natürlich sehr fetthaltig. Obst und Gemüse gab es so gut wie gar nicht und wir hatten schöne Video-Abende mit leckeren Chips, waren auf vielen Feiern mit gutem Essen und viel Alkohol. Sport habe ich überhaupt keinen gemacht. Na ja, so ein Leben bleibt eben nicht ohne Folgen. Ich kümmerte mich um eine Ernährungsumstellung in einem Ernährungsinstitut und hatte schließlich irgendwann wieder mein altes Gewicht. Doch leider hielt der Erfolg nicht allzu lange an. Durch Krankheiten, geänderte Lebensumstände und die Faulheit, irgendwelche Lebensmittel in Gruppen einzuteilen, wog ich bald sogar noch mehr als zuvor.

Ein Gelöbnis mit Folgen

Und dann stand unsere Hochzeit vor der Tür. Ich wollte unbedingt wieder schlank sein. Ich bin also wieder zu dem Ernährungsinstitut gegangen und habe mich im Fitnessstudio angemeldet, aber der Erfolg blieb diesmal aus. Ich habe andere Diäten ausprobiert, Unmengen an Fachbüchern und Kochbüchern gekauft und gelesen – nichts half. Egal, was ich versuchte, nach kurzer Zeit fand ich alles umständlich, hatte das Gefühl, es bringt nichts und die Motivation war im Keller. Irgendwann gab ich genervt auf. Unsere Hochzeit kam und ich heiratete mit etlichen Kilos zu viel auf der Hüfte. Ich war ziemlich traurig, als ich die Hochzeitsbilder und die Fotos aus den Flitterwochen in Mexico gesehen habe. Ich fühlte mich unwohl, meine Gelenke schmerzten und hübsch fand ich mich ohnehin nicht mehr. Immer wieder habe ich im Internet, in Zeitschriften und Büchern nach neuen Möglichkeiten zum Abnehmen Ausschau gehalten. Etwa ein Jahr nach der Hochzeit bin ich bei "Focus-Online" über einen Bericht der verschiedene Diäten vorstellte, gestolpert. Unter anderem wurde dort auch xx-well.com erwähnt. Ich habe mir die Seite sofort angesehen und mit meinem Mann darüber gesprochen. Zwei Tage später habe ich mich angemeldet.

Ich stand der ganzen Sache natürlich erst ziemlich skeptisch gegenüber. Zumal ich es am Anfang auch schwierig fand, mich bei dem Coach zurechtzufinden und zu verstehen, wie es läuft. Auch musste man nichts zählen oder aufschreiben, nur einmal die Woche sein Gewicht eingeben, es gab keine Kalorientabelle usw. Wie sollte das bitte funktionieren? Ich fing an, den Coach mit Fragen zu nerven und siehe da, es kam tatsächlich eine "menschliche" Antwort und keine vorgefertigte Allgemeinauskunft. Das hat mich angenehm überrascht. Also blieb ich dran, machte meine ersten Gehversuche in der Community – und das hat mich dann restlos überzeugt. Hier waren Leute die die gleichen Probleme, Fragen und Unsicherheiten hatten wie ich. Und das alles ganz anonym. Ich konnte Fragen stellen und Auskünfte geben, die mir vor "echten" Personen vielleicht unangenehm gewesen wären. Das fand ich toll! Und die Leute waren alle so super nett und hilfsbereit.

Jeder kann Pfunde verlieren, wenn man weiß, wie es geht

Die ersten Monate habe ich mich ganz genau an den Plan gehalten, wobei ich allerdings die Rezepte je nach Lust und Laune hin und her getauscht habe. Allerdings habe ich alles genau abgewogen, um ein Gefühl für die Mengen zu bekommen. Die besten Rezepte habe ich mir ausgedruckt und in einem Ordner abgelegt. Und siehe da, es funktionierte. Die ersten Erfolge stellten sich ein. Ich fing an, das Ganze etwas lockerer zu sehen, das heißt, ich hielt mich nicht mehr an den Tagesplan, da ich nicht mein Leben lang nach irgendwelchen Plänen leben wollte. Aber ich wusste ja nun die ungefähren Mengen und was ich über den Tag verteilt essen konnte, welche Lebensmittel gesund sind und was ich besser bleiben lassen sollte. Abends und am Wochenende wurde aber immer ein Rezept von xx-well.com gekocht. Und auch das funktionierte.

Natürlich gab es auch Probleme. Ich fing an, meinem Mann beim Kochen auf die Finger zu schauen. Er hatte zwar von mir die strikte Anweisung, sich ganz genau an die Rezepte zu halten, aber er war der Meinung, ein bisschen Sahne könne nicht schaden. Außerdem gab es immer wieder Situationen, in denen man lieber eine Pizza holt oder zu McDonald’s geht, weil man keine Lust zum Kochen hat. Und das "normale Leben" ging ja auch weiter. Wir wurden zu Feiern eingeladen, es gab Kuchen im Büro, Weihnachten und Ostern konnte man auch schlecht abschaffen, Urlaub, Essensverabredungen mit Freunden und so weiter und so fort – die Versuchung lauerte überall.

Durch die Community habe ich jedoch gelernt, mit solchen Situationen umzugehen. Ich habe mir viele hilfreiche Tipps angeeignet. Schließlich ist dort jeder mit den gleichen "Gefahren" konfrontiert und fast jeder hat den ein oder anderen Trick auf Lager. Meine Mitstreiter in der Community haben mir auch klar gemacht, dass es hier nicht um eine lästige kurzfristige Zeit geht, in der man versucht, schnell ein paar Kilos loszuwerden, sondern um eine langfristige Ernährungsumstellung, die einen weder nervt noch belästigt und die man sein ganzes Leben lang beibehalten kann - und vor allem auch will. Durch diese Einstellung sah ich vieles anders und geriet nicht sofort in Panik, wenn an Weihnachten drei Tage lang nur Essen auf dem Plan stand oder ich zu einer Hochzeit eingeladen wurde. Schließlich wollte ich langfristig zum Erfolg kommen. In der Community gab es auch immer wieder Menschen, die einem den nötigen Tritt verpassten, einen aufbauten, wenn man statt weniger mal wieder mehr Pfündchen drauf hatte, und sogar bei privaten Problemen mit Rat und Tat zur Seite standen.

Der Schritt in ein bewegtes Leben

Auch an den Sport bin ich nur durch die Community gekommen. Natürlich weiß man und liest es überall und wird auch von xx-well.com darauf hingewiesen, dass man Sport machen sollte. Aber als absoluter "Sportgegner" hat man zunächst keine Ahnung, wie man anfangen soll und vor allem was man machen soll. In der Community ist das immer mal wieder Thema gewesen. Da gab es echte Bewegungsfans, die einem ihren Sport näher bringen wollten. Und plötzlich bekommt man richtig Lust auf Seilspringen, Trampolin, Walken, Joggen oder Schwimmen. Ich fing also langsam an und konnte mich beim Coach immer wieder rückversichern, ob das auch alles so in Ordnung ist, was ich da so machte. Mittlerweile bin ich richtig auf den Geschmack gekommen und mache je nach Lust und Laune bis zu 5-mal pro Woche Sport. Ich habe mir einen Fahrradhometrainer gekauft, gehe joggen, spiele Basketball, gehe zum Tanztraining, habe ein Trampolin und mache ab und zu auch Seilspringen. Durch den Sport merkte ich natürlich schnell, dass ich mir kleine und größere Sünden erlauben konnte, ohne dass die Waage "was merkt" – was für mich eine noch viel größere Motivation war, weiterhin regelmäßig Sport zu machen. Mein Gewicht ging langsam aber sicher nach unten. Was aber der absolute Hammer war, war die Veränderung an meinem Körper durch den Sport. Auch wenn das Gewicht mal längere Zeit gleich blieb (Muskeln wiegen ja mehr als Fett), die Klamotten saßen immer besser.

Mittlerweile habe ich ca. 17 Kilo abgenommen und die restlichen 6 Kilo bis zu meinem Wunschgewicht werde ich sicherlich auch noch schaffen. Zuletzt habe ich innerhalb von 5 Wochen durch Stress 6 Kilo abgenommen und mir war klar, dass ich das nicht halten konnte. Ging ja auch viel zu schnell, 4 Kilo sind auch leider schon wieder da, aber das macht nichts. Ich weiß ja jetzt wie’s geht. Erst mal darum kümmern, das Gewicht wieder stabil zu halten und dann langsam weitermachen. Aber schon jetzt kann ich glücklich grinsend und ohne Scheu jedes Schwimmbad besuchen.


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